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	<title>KunstWerk &#124; Blog &#124; Infos &#187; Praxiswissen</title>
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	<description>News - Berichte - Praxiswissen</description>
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		<title>Gravierstift für Schriften und Ornamente</title>
		<link>http://www.kunstwerk-online.de/blog/2010/05/28/gravierstift-fuer-schriften-und-ornamente.html</link>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Scheer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxiswissen]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeug]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein druckluftbetriebner Gravierstift ist nicht nur ein angenehmes Hilfsmittel für Schriften und Ornamente, sondern zahlt sich auch schnell aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_210" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Gravierstift02-blog.jpg"><img class="size-full wp-image-210" title="Gravierstift02-blog" src="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Gravierstift02-blog.jpg" alt="Gravieren auf der Umrisslinie" width="300" height="261" /></a><p class="wp-caption-text">Müheloses &quot;zeichnen&quot; auf der Umrisslinie der Buchstaben</p></div>
<p>Ein wirklich hervorragendes Werkzeug für die Arbeit an filigranen Details ist der Gravierstift. In dem dicken, druckluftbetriebenen Stift vibriert ein angespitzter Titanbolzen mit hoher Schlagzahl und ermöglicht, auf praktisch jedem Material sehr saubere tiefe Linien zu ziehen.<br />
Schriften und Ornamente lassen sich so mühelos auf Stein vorzeichnen. Besonders gute Ergebnisse im Schriftbild lassen sich erzielen, wenn man durch das Vorlagenpapier hindurch eine outline ausgedruckte Schrift auf den Stein bringt. Der Stift &#8220;schneidet&#8221; durch das Papier hindurch und hinterlässt auf der Oberfläche des Werkstücks eine saubere Linie &#8211; eine ruhige Hand vorausgesetzt.<br />
Bei Schriften in Granit kann nicht nur <span id="more-212"></span>ein kompletter Arbeitsschritt weggelassen werden (das Anreißen der durchgepausten Schrift mit der Diamantnadel), sondern das Ergebnis wird sauberer. Ein Übertragungsschritt fehlt und damit auch eine Quelle für Ungenauigkeiten.<br />
Besonders feine Teile in Schriften (z.B. Serifen), Ornamenten und bei Skulpturen lassen sich komplett mit dem Gravierstift arbeiten.<br />
<a href="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Gravierstift07-blog.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-211" title="Gravierstift07-blog" src="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Gravierstift07-blog.jpg" alt="Gravierstift" width="300" height="217" /></a>Die Titanspitze dreht sich permanent beim Vibrieren, sodass sie sich gleichmäßig abnutzt. Sie lässt sich problemlos im eingebauten Zustand nachschärfen und leicht austauschen.<br />
Wer häufig mit filigranen Arbeiten zu tun hat, sollte ernsthaft über eine Anschaffung nachdenken. Ich persönlich möchte nicht mehr darauf verzichten.<br />
Eine gute Qualität bietet z.B. der von mir benutzte Gravierstift GST 540 von Mannesmann Demag.<br />
Vom gleichen Hersteller kommt auch ein ähnliches Gerät (GST 540 M) mit einem winzigen Titanmeißel, der sich freilich (hoffentlich) nicht dreht. Dieses Werkzeug habe ich aber noch nicht getestet.<br />
Obwohl das Gerät selbst mit 65 db(A) nicht sehr laut ist, sollte ein Gehörschutz verwendet werden. Die Frequenz ist recht hoch, ähnlich dem Bohrergeräusch beim Zahnarzt. Das mag nicht jeder.</p>
<div id="attachment_209" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Gravierstift09-blog.jpg"><img class="size-full wp-image-209 " title="Gravierstift09-blog" src="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Gravierstift09-blog.jpg" alt="Schablone wird entfernt" width="300" height="273" /></a><p class="wp-caption-text">Die Schrift ist sauber durch die Schablone geschrieben und kann weiter gearbeitet werden.</p></div>
<p>Rainer Scheer</p>
<p>Link:<br />
<a href="http://www.mannesmann-demag.com/de/druckluftwerkzeuge/metallbearbeitung/gravierstifte/gst-540.html">http://www.mannesmann-demag.com/de/druckluftwerkzeuge/metallbearbeitung/gravierstifte/gst-540.html</a></p>
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		<item>
		<title>Effektiv arbeiten mit Mindmaps</title>
		<link>http://www.kunstwerk-online.de/blog/2010/03/30/effektiv-arbeiten-mit-mindmaps.html</link>
		<comments>http://www.kunstwerk-online.de/blog/2010/03/30/effektiv-arbeiten-mit-mindmaps.html#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 07:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Scheer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxiswissen]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Effektivität]]></category>
		<category><![CDATA[Mindmap]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>

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		<description><![CDATA[Mindmaps sind das ideale Instrument, um kleine und mittlere Projekte zu planen. Sie eignen sich sehr gut für Einzelpersonen, sind leicht anzuwenden und erfordern nicht mehr als einen Stift und ein Blatt Papier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Serie Projektmanagement (Teil 2)</strong></p>
<p>Eine einfache und leicht zu nutzende Technik, ein Projekt zu planen (und für viele andere Arten von strukturierten Übersichten), ist die Verwendung von Mindmaps.</p>
<p>Das Thema der Mindmap steht in der Regel in der Blattmitte. Von dort werden Äste für jeden weiteren Oberbegriff eingezeichnet. Jeder weitere Begriff bekommt einen Zweig an entsprechenden Ast. So entsteht ein verzweigtes Gebilde, das bei jeder neuen Übersicht anders aussieht. Eine Mindmap ist wie eine verschachtelte Liste oder ein Index, nur in die Fläche übertragen.</p>
<p>Das schöne daran ist, dass ständig etwas eingefügt und ergänzt werden kann, ohne dass die Übersicht über das Ganze verloren geht. In linearen Gliederungen ist das nur möglich, wenn<span id="more-167"></span> man unter jedem Hauptpunkt genügend Platz für Ergänzungen lässt. Dabei können sich solche Gliederungen über mehrere Seiten erstrecken. Auch wenn sie zunächst etwas chaotisch anmutet, ist die Mindmap besser zu überblicken, als eine Gliederung in Listenform.</p>
<p style="text-align: left;">Ich habe mir z.B. für die Vorplanung von Ausstellungen, insbesondere bei Teambesprechungen, angewöhnt, die Mindmap mit einer linearen Liste für den Zeitplan zu kombinieren (siehe Grafik).<br />
Das hat den Vorteil, dass die nicht zeitabhängigen Informationen wie Ansprechpartner, Daten über Orte und allgemeine Aufgaben im verzweigten, assoziativen Bereich stehen und beliebig ergänzt werden können. Die Aufgaben und Meilensteine, die in einen zeitlichen Rahmen eingeordnet werden müssen, sind in der Zeitleiste besser aufgehoben, denn es ist wichtig, dass bestimmte Termine eingehalten werden müssen, um das Projekt sauber über die Bühne zu bringen. Gegebenenfalls können von einzelnen Punkten in der Zeitleiste Hinweispfeile zu Zweigen in der eigentlichen Mindmap zeigen.</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_168" class="wp-caption aligncenter" style="width: 528px"><a href="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Mindmap01.jpg"><img class="size-full wp-image-168   " style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Mindmap01" src="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Mindmap01.jpg" alt="Handgeschriebene Mindmap" width="518" height="297" /></a><p class="wp-caption-text">Planung für die Ausstellung von Petra Förster bei KunstWerk</p></div>
<p>Um Mindmaps in einem handhabbaren Rahmen zu halten, werden für jeden Zweig nur einzelne Stichwörter oder kurze Begriffe verwendet, die lediglich klar genug sein müssen, damit die Autorin / der Autor später damit noch etwas anfangen kann. Auch eine deutliche Schrift erhöht die Übersichtlichkeit. Es lohnt sich, sich hier Mühe zu geben, damit die Mindmap nicht doch noch im Chaos endet.</p>
<p>Wer lieber am Rechner plant, kann auf Mindmapping-Programme zurück greifen. Für einfache bis mittlere Planungen reicht zum Beispiel die kostenlose OpenSource-Software FreeMind aus (siehe Grafik). Sehr ausgereift, mit 355 Euro aber auch etwas teurer, ist Mindmanager von Mindjet. Dafür bietet es umfangreiche Funktionen und Schnittstellen bzw. Verknüpfungen zu Microsoft Office-Programmen sowie Hyperlinks und ist grafisch ansprechender. Für das gemeinsame Arbeiten über größere Entfernungen gibt es Online-Services für Mindmapping wie MindMeister.</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_169" class="wp-caption aligncenter" style="width: 527px"><a href="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/mindmap03.jpg"><img class="size-full wp-image-169   " title="mindmap03" src="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/mindmap03-e1269808895677.jpg" alt="Mindmap mit FreeMind" width="517" height="269" /></a><p class="wp-caption-text">Planung Workshops für Firmen mit FreeMind</p></div>
<p>Der große Vorteil von Mindmapping-Programmen ist, dass die Themen und Ideen erst einmal völlig unstrukturiert aufgeschrieben und später umsortiert und korrigiert werden können. Nur mit Stift und Papier versehen muss man sich vorher klar machen, wie die Struktur der Map aussehen soll, sonst entsteht doch eher ein Chaos als eine Übersicht. Das braucht etwas Übung, ist aber nach einigen Versuchen gut zu meistern.</p>
<p>Der Vorteil der Offline-Variante ist die Ungebundenheit. Man kann sich beispielsweise an einen schönen und inspirierenden Ort setzen und ohne Ablenkung am Thema arbeiten &#8211; und alles ohne Akku oder Kabel. Bei einer Besprechung in der Gruppe ist es oft auch nicht angebracht, hinter einen Notebook zu verschwinden. Und schließlich können die handgeschöpften Ideenkarten noch mit individuellen Bildchen versehen werden, wie viele sie ohnehin beim Nachdenken auf einen Zettel skribbeln würden. Eine solche Map bleibt besser in der Erinnerung verankert und muss vielleicht nur noch selten oder gar nicht mehr konsultiert werden, um sich die Notizen ins Gedächtnis zurück zu holen.</p>
<p>Mindmaps sind wirklich vielseitig und können für Projektplanungen, Telefonnotizen, Checklisten, Präsentationen, Buchvorlagen, Regieübersichten, Seminarabläufe und vieles mehr verwendet werden.</p>
<p><strong>Der kleine Tagesplan</strong><br />
An Tagen, die besonders voll sind und an denen es darauf ankommt, verschiedenste Termine einzuhalten, habe ich für mich eine Tagesmap entwickelt, die ebenfalls einen Ablaufplan mit einer ToDo-Liste kombiniert (siehe Grafik). Auf einen Zettel in Postkartengröße geschrieben, passt die Mindmap einmal gefaltet in die Hemdtasche und ist so schnell bei der Hand und übersichtlicher als ein Kalender oder auch ein PDA bzw. ein Smartphone.</p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_170" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/mindmap02.jpg"><img class="size-full wp-image-170 " title="mindmap02" src="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/mindmap02-e1269809092865.jpg" alt="Tages-Mindmap" width="512" height="322" /></a><p class="wp-caption-text">Beispiel Tages-Mindmap (fiktiv)</p></div>
<p><strong>Literatur</strong><br />
&#8230; gibt es eine ganze Menge<br />
Einfach in eine Suchmaschine &#8220;mindmap literatur&#8221; eingeben und weitersehen.</p>
<p><strong>Links</strong></p>
<p><strong>FreeMind</strong> 8.1 (Open Source, kostenlos)<br />
<a href="http://freemind.sourceforge.net/">http://freemind.sourceforge.net/</a><br />
Deutsche Version:<br />
<a href="http://www.chip.de/downloads/FreeMind_30513656.html">http://www.chip.de/downloads/FreeMind_30513656.html</a></p>
<p><strong>XMind</strong> 3.1 (Open Source, etwas eingeschränkte Version kostenlos, ProVersion 49 US-Dollar pro Jahr)<br />
<a href="http://www.xmind.net/">http://www.xmind.net/</a><br />
Deutsche Version:<br />
<a href="http://www.chip.de/downloads/XMind_34360761.html">http://www.chip.de/downloads/XMind_34360761.html</a></p>
<p><strong>MindManager</strong> 8 von Mindjet (ca. 350 Euro, 30-Tage-Testversion kostenlos)<br />
<a href="http://www.mindjet.com/index.html?lang=de">http://www.mindjet.com/index.html?lang=de</a></p>
<p><strong>Creative MindMap</strong> 4 von Data Becker (ca. 20 Euro)<br />
<a href="http://www.databecker.de">http://www.databecker.de</a></p>
<p><strong>MindMeister</strong> Online-Mindmaps (sehr eingeschränkte Version kostenlos, Vollversion 18 / 59 / 75 / 108 US-Dollar pro Jahr)<br />
<a href="http://www.mindmeister.com/de/home">http://www.mindmeister.com/de/home</a></p>
<p><strong>Liste</strong> weiterer Online-Mindmapping-Programme<br />
<a href="http://www.tim-bormann.de/mind-map-kostenlos-erstellen/">http://www.tim-bormann.de/mind-map-kostenlos-erstellen/</a></p>
<p>.</p>
<p>Nächstes Thema<br />
Ablaufplan / Gantt-Diagramme</p>
<p>Vorheriges Thema:<br />
Projekte ohne Fehlstart beginnen<br />
<a href="http://www.kunstwerk-online.de/blog/2010/02/24/projekte-ohne-fehlstart.html">http://www.kunstwerk-online.de/blog/2010/02/24/projekte-ohne-fehlstart.html</a></p>
<p>.</p>
<p>Autor: Rainer Scheer</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kein ermäßigter Steuersatz für KünstlerInnen</title>
		<link>http://www.kunstwerk-online.de/blog/2010/03/10/kein-steuersatz-kunstler.html</link>
		<comments>http://www.kunstwerk-online.de/blog/2010/03/10/kein-steuersatz-kunstler.html#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 07:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Scheer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Steuern und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[MwSt]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>

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		<description><![CDATA[Der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent gilt nur für die Kunst selbst und nicht für KünstlerInnen im Allgemeinen. Auch Kunstschaffende müssen u.U. volle 19 Prozent berechnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/7-19Proz.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-141" title="7-19Proz" src="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/7-19Proz-153x300.jpg" alt="7 oder 19 Prozent" width="153" height="300" /></a>Das Steuerrecht ist so eine Sache für sich. Ständig ändert sich etwas und selbst SteuerberaterInnen sind nicht immer auf dem Laufenden. Noch undurchsichtiger wird die Sache, wenn Steuersätze auch noch unterschiedlich ausgelegt werden können.</p>
<p>Ein großes Mißverständnis ist beispielsweise der ermäßigte Steuersatz von 7 % für Kunsterzeugnisse, Bücher, Kunstvorführungen u.a.</p>
<p>Dieser Steuersatz ist zwar zur Förderung von Kunst gedacht, aber nicht zur Förderung von Personen (also KünstlerInnen). Eine Sache kann nicht automatisch mit dem verringerten Satz angeboten werden, nur weil jemand Künstler oder Künstlerin ist. Dieser Satz bezieht sich ausschließlich auf das Objekt.</p>
<p>Stelle ich also eine einmalige abstrakte Skulptur her, kann ich sie mit 7% Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) verkaufen. Ich darf aber auch 19% berechnen. Handelt es sich aber um einen einmaligen Designtisch, muss ich den vollen Steuersatz verwenden.</p>
<p>Kurios: verkaufe ich einen Sockel zu der Skulptur, dann <span id="more-140"></span>&#8220;teilt der Sockel das Schicksal&#8221; der Skulptur, wie es bei den Steuermännern so schön heißt. Verkaufe ich allerdings denselben Sockel einfach als Sockel, auf den auch ein Blumentopf stehen könnte, dann ist das nicht der Fall. Ich muss 19 % USt abführen.</p>
<p>Hier gibt es natürlich Grauzonen und verschiedene Auslegungen.<br />
Auch höhere Auflagen von künstlerischen Bronze-Figuren können unter Umständen der Wohltat des geringeren Steuersatzes verlustig gehen.</p>
<p>Selbst im Fall der zu starken Einflussnahme durch den Auftraggeber, kann das Prädikat Kunst aberkannt werden. Wenn beispielsweise vertraglich festgehalten wird, dass ein Bild ein bestimmtes Motiv zeigen, in diesen und jenen Farben gehalten sein soll und auch noch die Anordnung der Bildelemente vorgegeben ist, sollte das Bild am besten gleich voll besteuert werden. Wenn es allerdings nicht vertraglich festgehalten worden ist, kann das wohl niemand nachprüfen (das verrate ich aber hier nicht).</p>
<p>Bei der Gestaltung von Grabmalen gilt generell der volle Steuersatz, egal wie künstlerisch diese sind oder wie künstlerisch die Schöpferin oder der Schöpfer des Entwurfs ist. Der Nutzen eines Grabmals steht wohl zu sehr im Vordergrund.</p>
<p>Auch gewerbliche Kunst-Workshops müssen mit 19 % besteuert werden, denn es handelt sich dabei nicht in erster Linie um eine künstlerische Darbietung, sondern um eine beratende Dienstleistung. [1]</p>
<p>In Zweifelsfällen können Rat Suchende eine unverbindliche Zolltarifauskunft beantragen [2]. Dieser Vordruck ist auf der Zoll-Website des Bundesfinanzministeriums abrufbar [3].</p>
<p>Die falsche Deklaration der Steuersatzes kann teuer oder unangenehm werden. Die zu wenig gezahlten Steuern müssen nachgezahlt werden &#8211; inklusive einer jährlichen Verzinsung von 6 %. Bei vorsätzlich falschen Angaben droht auch eine Strafverfolgung wegen Steuerhinterziehung.</p>
<p>[Disclaimer: Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und/oder absolute Korrektheit der steuerrechtlichen Einzelheiten. Er ist nicht als Rechtsberatung gedacht und darf nicht als Ersatz für eine Rechtsberatung verstanden werden.]</p>
<p>[1] <a href="http://bundesrecht.juris.de/ustg_1980/__12.html">http://bundesrecht.juris.de/ustg_1980/__12.html</a></p>
<p>[2] <a href="http://steuerweb.org/umsatzsteuer-zollauskunft-beseitigt-zweifel-uber-den-richtigen-steuersatz/">http://steuerweb.org/umsatzsteuer-zollauskunft-beseitigt-zweifel-uber-den-richtigen-steuersatz/</a><br />
(Angegebener Link zum Formular-Download innerhalb des Artikels ist veraltet)<br />
[3] <a href="http://www.zoll.de/e0_downloads/b0_vordrucke/a0_vordruckgesamtliste/index.php">http://www.zoll.de/e0_downloads/b0_vordrucke/a0_vordruckgesamtliste/index.php</a><br />
(Formular 310: Antrag auf Erteilung einer unverbindlichen Zolltarifauskunft für Umsatzsteuerzwecke )</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Projekte ohne Fehlstart</title>
		<link>http://www.kunstwerk-online.de/blog/2010/02/24/projekte-ohne-fehlstart.html</link>
		<comments>http://www.kunstwerk-online.de/blog/2010/02/24/projekte-ohne-fehlstart.html#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 07:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Scheer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxiswissen]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Effektivität]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor wir ein Projekt starten, sollten wir uns einige kritische Fragen stellen. Sonst laufen wir Gefahr, das es im Sande verläuft oder im Fiasko endet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Serie Projektmanagement</strong> (Teil 1)</p>
<p>&#8220;Denn jedem Anfang wohnt ein Zauber inne&#8230;&#8221;</p>
<p>schrieb Hermann Hesse einst im &#8220;Glasperlenspiel&#8221;. Und das ist ja das schöne bei allen möglichen Arten von Projekten. Eine tolle Idee nimmt Gestalt an und erfüllt uns mit schönen, blumigen Zukunftsbildern.<br />
Dann überkommt uns der Drang, sofort loszulegen. Oder jemand bietet uns an, an einem Kunstprojekt teilzunehmen. Und los gehts&#8230;</p>
<p>Die ersten Schritte nehmen wir noch im Sprint. Bald aber werden die Beine merklich schwerer. Spätestens wenn die langweilige Routinearbeit anfängt, fragen wir uns, warum wir überhaupt losgelaufen sind. Das Projekt fordert eigentlich mehr, als wir zu geben bereit sind und wird zur ungeliebten Pflichtaufgabe oder verläuft im Sande.</p>
<p>&#8220;Haben uns verirrt, kommen aber gut voran&#8221;,</p>
<p>überschrieb Tom DeMarco ein Kapitel in seinem sehr lesenswerten und kurzweiligen Buch &#8220;Spielräume&#8221;, in den es um das kopflose Agieren in Projekten ging &#8211; und wie es besser geht.</p>
<p>Bevor wir uns in neue Aufgaben stürzen, <span id="more-98"></span>sollten wir also erst wenigsten kurz innehalten (besser aber etwas länger) und uns einige kritische Fragen beantworten.</p>
<p style="padding-left: 30px;">- Was bringt mir dieses Projekt?<br />
- Liegt es auf dem Weg zu was-auch-immer-ich-erreichen-will? Bringt es mich also meinen<br />
Zielen näher?<br />
- Welche Ressourcen (Geld, Zeit, Hilfe, Rücksicht der Familie) brauche ich tatsächlich?<br />
- Was hängt an Folgeaufwand noch an dem Projekt?<br />
- Kann ich meine Ziele nicht einfacher erreichen?<br />
- Wie sieht der Plan B aus, wenn es schief geht?</p>
<p>Das Leben wird allerdings spannender, wenn wir keine einzige dieser Fragen stellen, denn &#8220;hinter jeder Ecke lauern neue Richtungen&#8221;.</p>
<p>Alle, die es etwas ruhiger mögen, können sich mit den Fragen oben beschäftigen und mit solchen, die ihnen sonst noch einfallen.</p>
<p>Wer das alles aber als zu kopflastig ansieht, kann zu einem schlichten Hausmittel greifen: einfach einige Zeit vergehen lassen. Die Euphorie der &#8220;ersten Stunde&#8221; verfliegt schnell. Wenn die Idee über Wochen oder Monate frisch bleibt und weiter drängelt, könnte sie ja doch genügend Substanz haben, um es zu probieren.</p>
<p>Literatur zu Projektmanagement gibt es inzwischen Regalweise. Viele Bücher sind jedoch auf Projekte in großen Unternehmen bzw. in Projekt-Teams ausgerichtet und mit ausgefuchsten mathematischen Berechnungen angereichert.</p>
<p>Für EinzelkämperInnen und Nicht-Betriebswissenschaftler sind hier meine Empfehlungen:</p>
<p>Tom DeMarco, Spielräume,<br />
Hanser, ISBN 3-446-21665-0</p>
<p>Boy / Dudek / Kuschel, Projektmanagement,<br />
Gabal, ISBN 3-930799-01-4</p>
<p>Wilfried Reiter, Projektmanagement für Einzelkämpfer,<br />
Hoffmann und Campe, ISBN 3-455-09473-2</p>
<p>Rainer Scheer, Serie Projektmanagement<br />
KunstWerk | Blog | Infos [mit anderen Worten: Serie wird fortgesetzt]</p>
<p>Nächstes Thema:<br />
Mindmaps zur Projektplanung nutzen</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Für KundInnen erreichbar sein</title>
		<link>http://www.kunstwerk-online.de/blog/2010/02/10/erreichbar-sein.html</link>
		<comments>http://www.kunstwerk-online.de/blog/2010/02/10/erreichbar-sein.html#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 07:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Scheer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hardware]]></category>
		<category><![CDATA[Organisiert sein]]></category>
		<category><![CDATA[Praxiswissen]]></category>
		<category><![CDATA[Bluetooth]]></category>
		<category><![CDATA[Erreichbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Headset]]></category>
		<category><![CDATA[Homezone]]></category>
		<category><![CDATA[Multisim]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kunstwerk-online.de/blog/?p=76</guid>
		<description><![CDATA[Die Einrichtung einer Rufumleitung auf zwei Handys gleichzeitig sorgt für eine optimale Ereichbarkeit durch KundInnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_91" class="wp-caption alignright" style="width: 251px"><a href="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/RS-m-Montur02.jpg"><img class="size-full wp-image-91" title="RS - maskiert" src="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/RS-m-Montur02.jpg" alt="Bildhauer mit Vollschutz" width="241" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Da hörst du nix.</p></div>
<p>Für alle, die vor dem Problem stehen, dass sie auch im Atelier oder bei einem Vor-Ort-Projekt erreichbar sein müssen oder wollen aber um ihr teures Handy oder Smartphone bangen, bietet sich ein zweites Handy mit einer zweiten, parallel geschalteten Simkarte an.<br />
Geht ein Anruf ein, werden beide Karten angesprochen. Die Telefone klingeln gleichzeitig, bis an einem abgehoben wird.</p>
<p>Bei mir hat sich die Kombination eines staub- und spritzwasserresistenten Outdoor-Handys mit einem Smartphone bewährt. Das Outdoor-Gerät vibriert, sodass ich selbst bei laufenden Maschinen und mit Gehörschutz praktisch jeden Anruf mitbekomme.<br />
Nachdem ich mich ausgepackt habe, kann ich das Gespräch entgegen nehmen und gleichzeitig mit dem Smartphone in der Kalenderanwendung nach einem freien Termin suchen  oder in der Anmeldeliste für unsere Bildhauerkurse nachsehen, ob noch Plätze für einen bestimmten Workshop frei sind.</p>
<p>Für die Freizeit wiederum ist die Nutzung eines Bluetooth-Headsets in Verbindung mit dem Smartphone günstiger. Das verstaubte Werkstatt-Telefon <span id="more-76"></span>bleibt im Atelier und der elektronische Organisator kommt mit. Nur ist es eben schwierig, zu telefonieren und zugleich etwas im Gerät nachzusehen. Ist der Ohrstöpsel dabei, kann ein Gespräch direkt damit angenommen werden oder bei Bedarf vom Handy ans das Hörgerät übergeben werden.</p>
<p><a href="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/telefonieren-web.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-88" title="Erreichbar sein" src="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/telefonieren-web.jpg" alt="Allways on für Kunden" width="245" height="283" /></a>Für &#8220;Business-People&#8221; ist das natürlich kalter Kaffee. Dennoch scheinen das &#8220;Art-People&#8221; immer noch für zu freaky zu halten. Ich denke aber, dass Alleinunterhalter, wie es KünstlerInnen meist sind, sich dieser Technik durchaus bedienen sollten.</p>
<p>Wer auf dem Standpunkt steht, dass Künstler sich möglichst rar machen und für normalsterbliche nicht zu erreichen sein sollten, braucht sich darum natülich nicht zu sorgen.<br />
Einen großen Vorteil haben KünstlerInnen schließlich. Sie stellen etwas Einzigartiges her und ein Interessent (sei es Galerist oder Sammler oder Gelegenheitskunden) kann gewöhnlich nicht einfach den Nächsten oder die Nächste anrufen kann.</p>
<p>Trotzdem sollten in der Kommunikation keine unnötigen Hürden aufgebaut werden. Ein Anrufbeantworter ist zwar eine tolle Erfindung aber als alleinige Lösung nicht ausreichend.</p>
<p>Gewöhnlich kommen Anrufe auf dem Festnetzanschluss an. Eine Mobilfunknummer als reguläre Arbeitsnummer anzugeben ist auch nicht sinnvoll, obwohl die Hemmschwelle, auf dem Handy anzurufen, bei KundInnen abgenommen hat.</p>
<p>Das Ganze macht selbstverständlich nur dann einen Sinn, wenn für die Festnetznummer eine Rufumleitung eingerichtet wird. Das kostet Geld, vereinfacht aber die Kommunikation und das Leben erheblich.</p>
<p>Bei mir hat schon seit Jahren nicht mehr das normale Telefon geklingelt. Sämtliche <em>geschäftlichen </em>Nummern werden auf meine Mobilnummer umgeleitet.<br />
So schaffe ich eine sehr kundenfreundliche Möglichkeit, mich zu erreichen. Einige Male pro Monat muss mein AB übernehmen, wenn ich beispielsweise gerade ein anderes Gespräch führe oder im Restaurant sitze und nicht abnehme.</p>
<p>Um die Umleiterei etwas kostengünstiger zu gestalten, kann ein Vertrag mit einer sogenannten Homezone eingerichtet werden, wie es verschiedene Provider anbieten. Innerhalb eines Umkreises von zwei Kilometern um den Festnetzanschluss werden eingehende Anrufe kostenlos weitergeleitet (*Hinweis: siehe unten). Insgesamt kosten mich diese Umleitungen monatlich etwa 15 Euro zusätzlich. Nicht eingerechnet sind die gesparten Telefongebühren und der Aufwand, wenn ich jemanden zurückrufen müsste.</p>
<p>Lohnt sich das also wirklich?</p>
<p>Vor einigen Jahren hatte ich einen Kunden der vor dem Anruf bei uns eine andere Firma angerufen hatte. Da war nur der Anrufbeantworter in der Leitung. Mit dem mochte der Mann aber nicht reden. Stattdessen rief er bei KunstWerk an und vergab den Auftrag an uns. Die Auftragssumme: 9700 Euro.</p>
<p>.</p>
<div id="attachment_78" class="wp-caption alignright" style="width: 361px"><a href="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Telefongrafik1.jpg"><img class="size-full wp-image-78 " title="Telefongrafik" src="http://www.kunstwerk-online.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Telefongrafik1.jpg" alt="optimale Anrufweiterleitung" width="351" height="516" /></a><p class="wp-caption-text">Die optimale Anrufweiterleitung</p></div>
<p>*Hinweis: Das Modell funktioniert (zumindest bei T-mobile) mit einer virtuellen Festnetznummer. Es gibt also keine Dose, in das ein Telefonkabel gesteckt werden kann. Stattdessen wird von dieser virtuellen Nummer direkt auf die Mobilfunknummer umgeleitet. Bei einem Anbieterwechsel kann es hier eventuell zu Problemen kommen, die angestammte Nummer mitzunehmen. Besser ist es, die bereits vorhandene und bekannte Telefonnummer zu behalten und von dort eine feste Rufumleitung auf die virtuelle Nummer einzurichten, die dann wiederum an das Handy weiterleitet. Die Weiterleitung im Festnetz kostet nur wenige Cent, schützt aber vor späterer Verwirrung bei KundInnen und GeschäftspartnerInnen.</p>
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		<title>Die wichtigen Dinge tun</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 22:35:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Scheer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Organisiert sein]]></category>
		<category><![CDATA[Effektivität]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitplanung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht alles, was wir mit den Instrumenten der Zeitplanung erledigen können, ist es auch wert, getan zu werden. Es kommt darauf an, die wichtigen Dinge zu tun, um uns nicht zu verzetteln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Verdana, sans-serif;">Zeitplanung und Zeitmanagement können effiziente Mittel sein, um seine Aufgaben zu meistern. Dennoch hinken diese Instrumente immer der Wirklichkeit hinterher, wenn wir die falschen oder unwichtigen Dinge tun. Sie sind eben nur effizient (leistungsfähig) aber nicht immer effektiv (wirkungsvoll).<br />
Damit wir uns nicht nur abstrampeln in dem Bemühen, alle unsere selbst gesteckten oder von außen an uns herangetragenen Aufgaben zu erfüllen, ist es sinnvoll, <span id="more-36"></span>vorher zu entscheiden, ob wir diese neue Aufgabe überhaupt ausführen wollen.<br />
Es kommt ja nicht nur darauf an, dass wir möglichst viel tun, sondern darauf, die Dinge zu tun, die uns wichtig sind.<br />
Mir ging es vor einigen Jahren so, das ich einfach fasziniert war von den Möglichkeiten, die mir mein Pocket-PC in Sachen Aufgabenverwaltung und Terminplanung eröffnete. Ich bin ein ausgesprochener Technikfreak. Jede Kleinigkeit, die mir einfiel, schrieb ich also in die ToDo-Liste eines höchst übersichtlichen Programms. Schließlich umfasste diese Liste der Aufgaben, die ich noch nicht erledigt hatte, 165 Punkte.<br />
An dieser Stelle wurde mir klar, dass es so nicht weitergehen kann. Es war ein Berg an Tätigkeiten, der über die Jahre angewachsen war und sich nicht abtragen ließ. Nach und nach (und unter Qualen) löschte ich alle Aufgaben aus dieser Liste, von denen ich wusste, dass ich sie ohnehin nie erledigen würde. Sie waren entweder unwichtig oder ich hatte sie nur übernommen, weil ich nicht nein sagen konnte. Als ich die Marke 100 unterschritt, fing die Sache an, mir Spaß zu machen. Inzwischen pendelt der Füllstand meines Aufgaben-Silos 40 Punkten. Das ist zwar nicht wenig, aber auszuhalten.<br />
Jetzt halte ich es so, dass ich erst abschätze, was ich bewältigen kann, bevor ich mir etwas &#8220;auf den Teller&#8221; lege oder legen lasse. Freilich klappt das nicht immer und gelegentlich muss ich meine Liste wieder etwas zurecht stutzen. Im großen und ganzen funktioniert das recht gut.<br />
Ausschlag gebend sind die Überlegungen, ob die Aufgabe<br />
in meinen Möglichkeiten liegt,<br />
ob ich die Zeit dafür habe,<br />
ob sie meinen Zielen und Werten entspricht (darüber mehr an anderer Stelle) und<br />
welchen Aufwand sie nach sich ziehen könnte.<br />
Die Erkenntnis, dass wir nicht über jeden Stock springen müssen, der uns hingehalten wird, kann befreiend sein. Wir müssen nicht jedes Ausstellungsangebot annehmen, nicht jede Arbeit ausführen und nicht jeder Bitte entsprechen, die an uns herangetragen wird.<br />
</span></p>
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