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10.02.2018

´╗┐Kunstprojekt Urban Art Westhagen

Schülerin bei der Arbeit

Schülerin des HNG bearbeitet das Werkstück mit Druckluftwerkzeug

Durch Kunst das eigene Können erfahren — unter diesem Motto steht das Projekt Urban Art Westhagen. Insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule (HNG) im Wolfsburger Stadtteil Westhagen haben sich im Seminarfach WOHNSIONÄR jeweils mit einem Aspekt urbaner Problematik beschäftigt.

Das Projekt ist ein neuer, innovativer Weg in der Lernwelt der Gesamtschule. In vier Semestern wurden Facharbeitsthemen erarbeitet, Präsentationstechniken erlernt, ein Stadtteil aus der Nähe betrachtet und dann aus den Arbeiten ein gemeinsames Projekt beschlossen, konzipiert und umgesetzt.

Inspiriert durch die Berliner Ausstellung The Haus, bei der ein Abrissgebäude als Ausstellungsort diente, entwickelte die Schülergruppe ein eigenes Konzept. Das Kunstprojekt Urban Art Westhagen soll eine temporäre Galerie in den stillgelegten Räumen der Bürgerpassage des Stadtteils Westhagen werden, in der 18 Kunschaffende ein Thema der Facharbeiten aufgreifen und in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schülerin bzw. des jeweiligen Schülers 18 Kunstwerke gestalten.

Die Werke werden in einer Ausstellung vom 03. bis 10. März 2018 in der Bürgerpassage im Einkaufszentrum Westhagen zu sehen sein. Danach werden Teile des Gebäudekomplexes abgerissen, andere umgebaut.

Trägerin dieses Projektes ist die NEULAND Stiftung Wolfsburg, die sich aktiv für die Bewohner der Stadt, und deren Wohnquartiere einsetzt. Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität in Wolfsburg. Weitere finanzielle Förderung steuern die Volksbank Braunschweig Wolfsburg (BraWo) sowie weitere Förderer bei. Die Projektbetreuung und Organisation übernimmt die Wolfsburger Agentur ABENTEUERHAUS GmbH.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Fotos aller Exponate sowie einer Zusammenfassung der jeweiligen Fachthemen. Er wird während der Ausstellung vor Ort und danach über die Neuland Stiftung erhältlich sein.

Sozioinkubator

Relief Sozioinkubator

Architekturmodell Sozioinkubator als Konzept für ein Stadtteilzentrum
Material: Thüster Kalkstein
Zoom: Bild anklicken

Auch Rainer Scheer beteiligte sich an dem Kunstprojekt. Das Architekturmodell Sozioinkubator entwickelten Scheer und die Schülerin Lina Korneffel auf Grundlage der Facharbeit über Gemeinschaft stiftende Konzepte im Stadtteil und deren Erfolgschancen. Die teils pessimistischen Schlussfolgerungen der Facharbeit regten den Widerspruch des Bildhauers an. Nach einer intensiven Phase der Ideenfindung entstand der Entwurf eines Gebäudes, dessen dynamisch wirkende Elemente sich gegenseitig durchdringen. So entstehen nicht nur Innenräume mit einem immer wieder wechselnden Raumgefühl, in dem sich Menschen automatisch über den Weg laufen müssen. Auch rund um das Gebäude werden Außenräume gebildet, die für verschiedene Zwecke genutzt werden könnten — beispielsweise als Marktplatz, als Bühne oder für entspannende Sitzplätze eines günstigen selbstverwalteten Cafés.

Links:

Neuland Stiftung Wolfsburg

Abenteuerhaus GmbH