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28.06.2019

Skulptur "Wachstum und Werden" für Wolfsburger Klinikum

Die Skulptur Wachstum und Werden

"Wachstum und Werden" von Rainer Scheer
Jura Marmor, 2019

Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Prof. Rolf Schnellecke

Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Prof. Rolf Schnellecke in gelöster Stimmung bei der Einweihung der Skulptur


Bilder-Serie: Entstehung der Skulptur "Wachstum und Werden"

Entwicklung der Skulptur Wachstum und Werden, 1. Tag

Tag 1 (25.02.2019): Silhouette

Entwicklung der Skulptur Wachstum und Werden, 2. Tag

Tag 2: Silhouette

Entwicklung der Skulptur Wachstum und Werden, 3. Tag

Tag 3: Herantasten an die Form

Entwicklung der Skulptur Wachstum und Werden, 6. Tag

Tag 6: Die Skulptur ist bereits erkennbar

Entwicklung der Skulptur Wachstum und Werden, 11. Tag

Tag 11: Ansicht von hinten ist festgelegt

Entwicklung der Skulptur Wachstum und Werden, 12. Tag

Tag 12: Von hier aus beginnt die Feinarbeit im Millimeterbereich

Rainer Scheer bei der Aufstellung der Skulptur

Letzter Tag (24.06.2019): Rainer Scheer bei der Aufstellung der Skulptur

Die Skulptur "Wachstum und Werden" des Wolfsburger Bildhauers Rainer Scheer ist vollendet. Sie steht im Wolfsburger Klinikum auf der sogenannten Magistrale. Das Werk wurde von der Wolfsburger Werker-Stiftung in Auftrag gegeben. Der Standort war zunächst nicht bekanntgegeben worden. Oberbürgermeister Klaus Mohrs war bei der Enthüllung der Skulptur anwesend.

Wegen des etwas beengten Raumes — die Magistrale ist eine überdachte Brücke zwischen zwei Gebäuden — war die Anzahl der geladenen Gäste überschaubar. Umso gelöster war die Atmosphäre. Neben dem Vorstand und Mitgliedern des Stiftungsrates der Werker-Stiftung, dem Direktor und einigen Ärzten und einer Verwaltungsmitarbeiterin des Klinkums sowie wenigen Privatpersonen ließ es sich auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs nicht nehmen, an der Einweihung der neuen Skulptur teilzunehmen.

Rainer Scheer erläuterte im Verlauf der Veranstaltung die Symbolik des abstrakten Werkes. Einstellungen und Werte in abstakte Formen umzusetzen sei gar nicht so einfach, so Scheer. Hier werde die Energie und der Wille des Unternehmer-Ehepaares Hanna Lora und Günther Werker, etwas aufzubauen, durch zwei kraftvolle Elemente dargestellt. Beide umschlingen und unterstützen sich gegenseitig, haben aber eine eigene Persönlichkeit und einen eigenen Charakter.

Die Entscheidung für die Gestaltung der Skulptur traf der Vorstand der Werker-Stiftung anhand dreier Modelle, die Rainer Scheer nach einigen Besprechungen zur Zielsetzung der Arbeit aus Holz und Naturstein anfertigte. Den etwa 1200 kg schweren Rohblock aus bayrischem Jura Marmor bearbeitete Scheer zunächst mit Winkelschleifer und Hammer. Dabei wurde das Material mit einem Diamant-Schneidblatt eingeschnitten und die dann freistehenden Stege mit einem Hammer abgeschlagen. Im Verlauf kamen auch andere Fräsen, Schleifmaschinen und Druckluftgeräte zum Einsatz. Den Endschliff bekam das Werk mittels kleiner Diamant-Schleifpads per Hand. Die Skulptur war hier schon auf "nur noch" ca. 350 kg abgemagert. Sie hat in etwa die Maße 135 x 65 x 50 cm und steht auf einem 18 cm hohen Sockel aus Balsaltlava. Die Entwicklung der Skulptur ist in der Bilderserie unten dargestellt.

Das Kunstwerk ist dem Andenken an das Ehepaar Günther und Hanna Lora Werker gewidmet, das die Werker-Stiftung gegründet hat. Die Stiftung unterstützt Menschen und Familien, die infolge einer Multiple-Sklerose-Erkrankungen (MSA) und sonstiger schwer heilbarer oder unheilbarer Krankheiten in Not geraten sind und insbesondere auch auf die Hilfe und Unterstützung Dritter angewiesen sind. Unterstützte Personen und Familien wohnen in der Regel in der Region Wolfsburg. Außerdem fördert sie das Wolfsburger Klinikum sowie kulturelle Projekte.

Links:

Website Werker-Stiftung Wolfsburg

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