Flammenflügel - die Skulptur Roya 35

23.10.2021
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Bild Skulptur Flammenflügel

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Entwicklung der Skulptur Roya 35

Bild Rohblock

Der Rohblock mit kleinem Modell

Bild Silhouette

Zuerst der Umriss

Bild Abstufung der Ebenen

Abstufung der Ebenen

Bild Abrundung der Seiten

Abrundung der Seiten (Flügel)

Bild Die letzte stützende Verbindung

Die letzte stützende Verbindung zwischen den Flügeln

Bild Feinarbeiten nur mit Sicherheitsgurt

Feinarbeiten nur mit Sicherheitsgurt

Bild Probeaufbau

Probeaufbau mit größter Vorsicht

Bild Am Aufstellungsort

Die Skulptur am Bestimmungsort

Eine ebenso elegante wie kraftvolle Skulptur steht nun vor dem Bestattungsinstitut Stadler in Haldensleben.

Angeregt wurde diese Auftragsskulptur durch das kürzlich auf dem Friedhof in Haldensleben aufgestelle Orgelgrabmal (siehe ⇒ vorherigen Artikel). Norman Stadler, Inhaber des direkt am Friedhof gelegenen Unternehmens, wünschte sich eine repräsentative Skulptur vor dem Haus. Sie sollte thematisch ebenso passen wie in der Größe, der Anmutung und natürlich farblich.

Bei einem Treffen vor Ort entstand schon mit der ersten Skizze die Grundidee für die letztlich ausgestaltete Form. Sockel und Skulptur wurden aus Jura Kalkstein aus dem bayerischen Altmühltal gefertigt. Während die Skulptur weich und beweglich wirkt und sehr akkurat gearbeitet ist, bietet der roh belassene Sockel einen starken Kontrast und betont gerade dadurch die Eleganz der Form.

Insgesamt könnte die Installation eine übergroße Kerze darstellen, hat aber gerade durch die Größe auch einen figürlichen Charakter mit einem umrisshaften Kopf und einem rustikalen Körper. Trotz der Gesamthöhe von mehr als zwei Metern wirkt sie dennoch nicht übertrieben, sondern passt sich harmonisch in das gegebene Umfeld ein.

Der Fortschritt der Arbeiten wird in den nebenstehenden Bildern dokumentiert. Die besondere Schwierigkeit bei dieser Skulptur ergab sich durch die langen "Flügel", die gerade im unteren Bereich einen relativ kleinen Querschnitt haben. Bei diesem langen Hebel ist höchste Vorsicht geboten, vor allem, wenn man an den oberen Spitzen arbeitet und natürlich beim Anheben. Und beim Arbeiten umfallen darf das Objekt schon gar nicht. Solange wie möglich behielt die Form daher einen soliden Standfuß damit das Arbeiten in der stehenden Ausrichtung möglich wurde. Dann musste sie mit speziellen Halterungen am Arbeitstisch und einem "Sicherheitsgurt" am Kran befestigt werden.

Die Skulptur wurde abschließend mit einem 20 mm starken Bolzen aus Edelstahl so befestigt, dass dieser nicht zu sehen ist und der Eindruck entsteht, dass die Form einfach so auf ihrem Sockel steht. Aus Sicherheitsgründen sind beide Elemente natürlich miteinander verklebt, und das Ganze steht auf einem soliden Betonfundament.

Link:
Bestattungsinstitut Stadler